Isolationsüberwachung für DC-Ladestationen – PMIC-Serie

LOVATO Electric erweitert sein Lösungsangebot für die Elektromobilität um die neuen Isolationsüberwachungsgeräte vom Typ PMIC für DC-Ladestationen.

Konzipiert für die kontinuierliche Überwachung des Isolationswiderstands von nicht geerdeten Gleichstromsystemen, erkennen die PMIC-Geräte partielle Isolationsverluste oder sich anbahnende Fehler, die zu Stromschlägen oder Brandgefahren führen könnten. Die kontinuierliche Überwachung ermöglicht eine vorbeugende Wartung, verbessert die Zuverlässigkeit der Ladeinfrastruktur und gewährleistet eine hohe Systemzuverlässigkeit sowie Betriebssicherheit.

Isolationsüberwachungsgeräte vom Typ PMIC sind in Ausführungen mit oder ohne grafischem Farbdisplay erhältlich:

  • Die Ausführungen mit Display (PMIC…) bieten eine klare und direkte Anzeige der elektrischen Messwerte und des Status; die Texte stehen in 7 Sprachen zur Verfügung: Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch und Polnisch. Das grafische Farbdisplay ermöglicht die Anzeige von Seiten zu den Messwerten (Isolationswiderstand, Leckkapazität und Systemspannung) sowie zum Status der Ausgänge über farbige grafische LEDs. Diese zeigen an, ob die Ladestation bereit zum Laden ist oder ob Isolationsfehler vorliegen, sobald die festgelegten Warn- oder Fehlerwerte unterschritten werden.
  • Die Ausführungen ohne Display (PMIC…B) verfügen hingegen über 4 Status-LEDs an der Frontseite und NFC-Konnektivität. Dadurch können Parameter über Android- und iOS-Smartgeräte mit der kostenlosen LOVATO NFC-App konfiguriert werden, die im Google Play Store und im App Store verfügbar ist. Die Einstellungen können per Passwort geschützt werden, um maximale Sicherheit gegen Manipulation zu gewährleisten. Zudem kann dieselbe Konfiguration direkt über ein Smartphone gespeichert und innerhalb weniger Sekunden auf mehrere Geräte desselben Modells übertragen werden.

Alle PMIC-Geräte sind in einem kompakten modularen Gehäuse mit einer Breite von nur 4 TE untergebracht – eine der wichtigsten Stärken dieser Geräte. Zudem erzeugen sie keine Überhitzung, sodass keine Sicherheitsabstände zu benachbarten Geräten erforderlich sind. Dies bietet einen deutlichen Vorteil bei der Installationsflexibilität und Platzoptimierung im Schaltschrank.

Zur Überwachung von einer oder zwei Ladebuchsen mit nur einem Gerät sind ein- und zweikanalige Ausführungen erhältlich. Die zweikanalige Ausführung bietet dank ihres ultrakompakten 4-TE-Gehäuses und der vereinfachten Verdrahtung deutliche Vorteile bei der Platzoptimierung. Darüber hinaus können beide Ladebuchsen von einem einzigen Punkt aus überwacht werden; spezielle Displayseiten zeigen die Messwerte und den Status jedes Kanals klar an.

Die PMIC-Geräte überwachen je nach Modell Spannungen bis 1200 VDC oder 1500 VDC und eignen sich damit sowohl für CCS (Combined Charging System) als auch für MCS (Megawatt Charging System).

Alle PMIC-Geräte werden mit einer Hilfsversorgungsspannung von 12–24 VDC versorgt und verfügen pro Kanal über drei SSR (Halbleiter)-Signalausgänge für Statussignale (Bereit, Warnung, Fehler) sowie über einen digitalen Eingang pro Kanal mit programmierbarer Test-/Reset-/Sperrfunktion.

Der integrierte RS485-Anschluss ermöglicht zudem Überwachung, Steuerung und Parametereinstellung über das Modbus-RTU-Protokoll.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der breite Temperaturbereich: Die Betriebstemperatur von -40…+70 °C gewährleistet auch unter anspruchsvollsten Umgebungsbedingungen einen zuverlässigen Betrieb.

Die PMIC-Geräte erfüllen die wichtigsten internationalen Normen und werden mit offiziellen TÜV-Prüfberichten geliefert, welche die Konformität mit den einschlägigen Branchenstandards bestätigen, darunter IEC/EN 61557-8 (Referenznorm für IMD), IEC/EN 61557-18 (Entwurf, Referenznorm für IMD für Gleichstrom-Ladestationen, Veröffentlichung für 2027 geplant) und IEC 61851-23 (Norm für Ladestationen).